Wenn man an die Süßigkeiten denkt, die es in der Türkei oder den Nachbarländern gibt, kleben einem schon von dem Gedanken daran die Zähne zusammen. Nicht, dass ich da was dagegen hätte, ich bin ja ein Schleckermäulchen, aber vielen ist es ja auch häufig ZU süß.

Bei dieser Süßigkeit ist das nicht der Fall. Es ist zwar süß, aber nicht so, dass der Geschmacksnerv nebenbei nichts anderes mehr wahrnehmen kann.

Ich muss zugeben, ich habe selten so etwas leckeres gegessen. …und es ist so einfach!

Im Originalrezept werden für obendrauf und untendrunter Oblaten verwendet. Ich mag das nicht so gern und so spart man sich auch das Gluten bzw. die Mehlkomponente. Man muss natürlich sagen, dass die Oblaten helfen, dass die einzelnen Stücke nachher nicht aneinander kleben, aber was solls… Man könnte stattdessen sicher auch einfach etwas Puderzucker zum Einstäuben nehmen.

Die Zubereitung geht eigentlich sehr schnell, was jedoch etwas Zeit in Anspruch nimmt, ist die Trocknungsphase. Ich habe es durch mein Dörrprogramm in meinem schlauen Backofen etwas beschleunigen können, das geht aber auch wunderbar einfach an der Luft. Ich kann nur nicht ganz sicher sagen, wie lang es dann wirklich dauert. Das ist aber sicher auch abhängig von der Raumtemperatur und dem aktuellen Klima.

Verträglichkeit:

  • histaminarm
  • glutenfrei
  • lactosefrei

Ich hab übrigens auch eine fast zuckerfreie Variante ausprobiert, muss aber sagen, dass das in diesem Fall leider nicht funktioniert. Die Eigenschaften von zuckerfreiem Karamell sind leider nicht optimal. Naja, eine kleine Sünde zwischendurch darf ja auch mal sein 🙂

Du brauchst:

350 g ganze Mandeln

225 g Zucker

1 Vanillezucker

140 g Honig

125 ml Wasser

2 Eiweiß oder Eiweiß von 6 Wachteleiern (was du besser verträgst)

in vielen Rezepten wird Trockenobst verwendet. Ich habe das nicht und es war so auch wirklich sehr lecker. Du kannst natürlich nach deinem Belieben etwas hinzugeben, achte aber darauf, dass du das Obst gut verträgst und es keine unnötigen Zusatzstoffe hat.

So geht´s:

Die Eiweiß mit der Küchenmaschine sehr steif schlagen. Ich schlage es wirklich lang – vielleicht 15 Minuten.

In der Zwischenzeit die Mandeln auf ein Backblech geben und bei 220 Grad für 10 Minuten rösten. Gerne kannst du sie zwischendurch einmal umdrehen.

Zucker, Wasser, Honig und Vanillezucker in einen kleinen Topf geben und so erhitzen, dass der Zucker schmilzt und sich die Masse zu hellgoldenem Karamell färbt. Dann vom Herd nehmen und nach 1-2 Minuten Auskühlzeit in die Eischneemasse geben während die Küchenmaschine weiterläuft. Hierbei bitte vorsichtig und langsam einfüllen.

Noch etwas weiterschlagen bis die Mandeln fertig sind. Diese dann unter die Zucker-Ei-Masse heben.

Im Originalrezept würde man nun die Masse auf die Hälfte der Oblaten streichen. Da ich keine verwende, habe ich ein Backblech mit Backpapier ausgelegt, darauf noch etwas Backtrennspray (Öl geht natürlich auch) gegeben und die Masse etwa 1 bis 1,5 cm dick aufgestrichen. Die Masse sollte dabei noch gut warm sein, sonst wird es sehr klebrig. Am besten den Löffel ebenfalls etwas mit Öl oder Backtrennspray fetten.

Streiche die Masse schön glatt oder, falls du Oblaten verwendest, lege eine 2. Schicht nun oben drauf.

Jetzt kommt der Teil der dauert: Trocknen lassen. Entweder bei Raumtemperatur oder bei ganz geringer Temperatur (50 Grad) im Umluftprogramm deines Ofens. Im Ofen dauert es etwa 10 – 12 Stunden. An der Luft schätzungsweise 2 Tage.

Wenn die Masse nicht mehr flüssig-klebrig ist und du sie schneiden kannst, ist sie fertig. Etwas zäh bleibt es natürlich.

Schneide die Masse in kleine Quadrate. Guten Appetit!